Hersbrucker Zeitung am 07.06.16

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Hersbrucker Zeitung am 07.06.16

Bild: Gerhard Büttner (Bildmitte) von der Firma Funeral-Technique stellte dem Gemeinderat die Urnenstelen vor.

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Bild: Johann Dechant

Ortstermin am Friedhof: Urnenstelen vorgestellt – Friedwaldareal besichtigt
Friedhof soll zeitgemäß an Bedarf angepasst werden

HENFENFELD – Die Bestattungskultur hat in den letzten Jahren eine deutliche Veränderung erfahren. Deshalb soll auch der Henfenfelder Friedhof den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Die Beisetzung in Urnenstelen und eine Friedwaldbestattung sind bald auch hier möglich.

Der Henfenfelder Friedhof hat ein Problem aufgrund Wasseradern: In weiten Teilen der Anlage sind Wiederbelegungen der Gräber mit Erdbestattung nicht mehr möglich. Auch dadurch haben in den letzten Jahren die Urnenbestattungen deutlich zugenommen. Um hier ein zeitgemäßes Angebot zu schaffen, traf sich der Henfenfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu einem Ortstermin. Gerhard Büttner von der „Funeral Technique“ aus Hohenburg in der Oberpfalz stellte dabei Urnenstelen vor. Der Firmeninhaber sprach zuerst die Nachteile von konventionellen Urnenwänden an. Diese gelten als Bauwerk und können – auch bei einem Schadensfall – erst nach völliger Räumung aufgelöst werden. Zusätzlich gibt es bei diesen auch Probleme bei mitgebrachtem Blumenschmuck, der nicht gezielt einem Urnenplatz zugeordnet werden kann. Für die Beseitigung des verwelkten Schmuckes fühle sich oft keiner zuständig.

Als Lösung zeigte er Urnenstelen, die es als runde oder quadratische Säulen gibt. Sie bestehen aus Einzelelementen, von denen bis zu vier übereinander aufgestellt werden können. Das Material ist massiver Granit, der in vier Farben in polierter oder matter Ausführung angeboten wird. Die Urne wird von oben in einen Metallkorb eingehängt. Das ganze steht auf einem rohrförmigen, frostsicheren Fundament, welches deutlich weniger Platz als ein herkömmliches Urnengrab benötigt. Im Sockel gibt es auch Verankerungspunkte für Lampen und Vasen.

Nachdem mittlerweile Urnen biologisch abbaubar sind, zerfallen sie nach einigen Jahren. Die Asche der Verstorbenen fällt dann in das Erdreich des Fundaments und verbleibt dort, auch dann, wenn der Sockel entfernt werden sollte.

Die Nachfrage nach dem Preis bezifferte Büttner für eine Stele mit zwei Elementen, worin drei Urnen Platz finden, auf rund 1400 Euro. Es entfällt die Anschaffung eines Grabsteines, welcher deutlich mehr Kosten verursacht. Bürgermeister Gerd Kubek regte an, dass die Gemeinde die Federführung bei der Anschaffung und Vergabe haben solle. Nach Ablauf der Nutzungszeit können angebrachte Inschriften entfernt und so die Stelen weiter verwendet werden.

Friedwaldanlage

Gleich neben dem Friedhof befindet sich östlich der katholischen Kirche ein Hutanger. Dieser wurde bereits im Flächennutzungsplan als Erweiterungszone des Friedhofes ausgewiesen. Tobias Köstler vom Planungsbüro Team4 zeigte anhand einer Skizze die Belegungsmöglichkeiten für Baumbestattungen. Ein Rundweg ermöglicht den Zugang zu den einzelnen Urnenruhestätten. Zentral soll eine Stele mit Namen und Lagebezeichnung auf die einzelnen Bestattungsorte hinweisen. Köstler wies darauf hin, dass dieses Areal jedoch abgetrennt werden muss und zudem noch Bodenproben zu entnehmen seien. Der Verbindungsweg vom bisherigen Friedhof zum Friedwald hat auch eine besondere Geschichte. Kubek erläuterte, dass diese Eichenallee nach dem 1. Weltkrieg angelegt wurde. Jede Eiche steht für einen gefallenen Soldaten aus der Gemeinde. Somit schließt sich die Forderung jener Grabbesitzer aus, die vehement die Beseitigung der Bäume wegen des Laubfalles beantragten.

Im Sitzungssaal wurde die Tagesordnung fortgesetzt. Hauptpunkt war hier die Anpassung der Satzung über den Aufwendungs- und Kostenersatz für die Einsätze der gemeindlichen Feuerwehr.

Bürgermeister Gerd Kubek erklärte, dass die Satzung als Folge der aufgelösten Feuerschutzabgabe 2008 in Kraft trat. Von der Satzung sind keine Einsätze betroffen, wie beispielsweise Brandlöschung, Hochwassereinsätze oder die Rettung von Personen die zu den Pflichtaufgaben einer Wehr gehören. Vielmehr geht es hauptsächlich um technische Hilfeleistungen, Sicherheitswachen oder Fehlalarmierungen.

Er nannte zum Schluss einige Zahlen, die landesweit geregelt sind: So kostet künftig die Kilometerpauschale für ein Löschfahrzeug 6,10 Euro. Als Arbeitsstundenkosten fallen für dieses 102 Euro an. Für den einstündigen Einsatz einer Hochleistungspumpe sind 25 Euro fällig, für einen Sack Ölbinder werden 20 Euro berechnet. Auch die Personalkosten wurden angepasst, sie betragen nun für ehrenamtlich tätige Feuerwehrdienstleistende 24 Euro pro Stunde und bei Sicherheitswachen 13,70 Euro.

Johann Dechant

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