Hersbrucker Zeitung am 08.03.16

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Hersbrucker Zeitung am 08.03.16

Bild: Die Engstelle in der Dorfmitte soll heuer beseitigt werden – bringt aber erhebliche Einschränkungen während der Bauphase.

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Bild: Johann Dechant

Nadelöhr in Dorfmitte verschwindet – Neubau der Mühlbrücke
Große Bauvorhaben prägen Henfenfeld 2016

HENFENFELD – Bei der Bürgerversammlung in Henfenfeld bekamen die zahlreichen Bürger einen Einblick in die Finanzen ihrer Gemeinde. Gleichzeitig gab Bürgermeister Gerd Kubek einen Ausblick auf die Bautätigkeiten, die enorme Veränderungen im Ort mit sich bringen werden.

Im Wirtshaus-Saal gab es dieses Mal nicht nur den „harten Kern“, sondern auch viele neue Gesichter bei der Bürgerversammlung.

Zum Auftakt gab Bürgermeister Gerd Kubek Einblicke in das obligate Zahlenwerk. Die Einkommenssteuer hat mit rund 981000 Euro einen neuen Höchststand erreicht. Die rund 370000 Euro Gewerbesteuer sind größtenteils ein durchlaufender Posten. Der Ausgleich zwischen „armen und reichen Gemeinden“ zeigt sich in der Schlüsselzuweisung. Nachdem der Topf aufgestockt wurde, erhält Henfenfeld 432000 Euro. Auf der Ausgabenseite bildet die Kreisumlage den größten Brocken, rund 716000 Euro werden abgeführt, etwas weniger als im Vorjahr, da die Umlage um einen Prozentpunkt gesenkt wurde.

Eine besondere Belastung musste die Gemeinde bei der Schulverbandsumlage hinnehmen. Für die Grundschule waren rund 127000 Euro fällig, für die Mittelschule in Hersbruck 80500 Euro und zusätzlich eine Investitionsumlage in Höhe von 23500 Euro. Allerdings fielen durch den Beitritt zum Schulverband Hersbruck weitere 149500 Euro als einmalige Zahlung an.

Auch die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft zeigte ein deutliches Plus, rund 271000 Euro waren hier fällig. Hier wird nach der Einwohneranzahl abgerechnet.

Den Kindergartenbetrieb im Ort förderte die Gemeinde mit rund 197000 Euro. Für die Generalsanierung des Kindergartens „Arche Noah“ in der Kirchenstraße wird die Gemeinde einen Baukostenzuschuss von rund 329000 Euro bezahlen.

Markante Ausgabepunkte im Jahr 2015 war vor allem die Dorferneuerung mit einem Volumen von fast 177000 Euro, es gab aber auch einen Investitionszuschuss von 126500 Euro.

Angesichts des derzeitig minimalen Zinssatzes von 0,2 Prozent wurde ein Kredit von 180000 Euro aufgenommen. Damit stieg die Verschuldung pro Kopf von 715 auf 738 Euro an.

In Henfenfeld treibt ein besonderer Specht sein Unwesen. Er hat in den Dämmschutz des Schulhauses auf allen Seiten viele Höhlen eingebaut, mittlerweile sind dort auch Stare als „Untermieter“ zu sehen - der Gemeinde kostet die Sanierung rund 50000 Euro.

Das Jahr 2016 zeichnet sich durch viele Maßnahmen der Dorferneuerung aus. Gerd Kubek gab bekannt, dass der Baubeginn der Mühlbrücke im Mai erfolgen werde. Gleichzeitig wird auch der zweite Bauabschnitt der Mühlstraße erfolgen. Ebenfalls im Mai wird der Spielplatz „Am Eichenhain“ fast völlig neu gestaltet und soll so eine Attraktion für Kinder werden. Neue Spielgeräte sind dabei unter anderem eine 30 Meter lange Seilbahn, eine Kletter- und Balancieranlage sowie neue Schaukelkombinationen.

Die neue Trassenführung der Staatsstraße 2404 auf Höhe des abgerissenen Schienhammerhauses bringt im Sommer eine Vollsperrung von vier bis sechs Wochen mit sich. Kubek wies schon in der Bürgerversammlung darauf hin, dass es dafür keine Umleitung im Ort geben werde. Der Firma Delling dankte er in diesem Zusammenhang für den „behutsamen Abriss“, der ohne Folgeschäden ablief.

Kritik übte er am Bericht der Hersbrucker Zeitung vom 19. Januar. Dass der Kreisverkehr am Henfenfelder Knoten fraglich sei, bezeichnete er als Fehlmeldung. Er sei schon deshalb erforderlich, da die Landwirte eine eigene Abfahrt für die Pegnitzwiesen brauchen. Baubeginn soll hier 2017 sein, im Jahr darauf soll er fertiggestellt sein.

Im zweiten Teil hatten Bürger Gelegenheit, Wünsche und Anregungen einzubringen.

Aktuell müssen Linienbusse am Wendeplatz des Henfenfelder Bahnhofs umständlich rangieren, da dieser verstärkt als Parkplatz genutzt wird. Dies ist eine Folge der Parkplatzsituation am Bahnhof Hersbruck rechts der Pegnitz. Seitdem dort Parkgebühren verlangt werden, suchen Pendler nach günstigeren Alternativen, das macht sich nun auch in Henfenfeld bemerkbar.

Eine Bürgerin gab zu bedenken, dass bei zwei großen Eichen am südlichen Ortseingang Totholz zu sehen sei. Sie sah darin eine Gefährdung für Fußgänger und Straßenverkehr und verlangte eine Beseitigung.

Johann Dechant

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