Hersbrucker Zeitung am 08.08.17

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Hersbrucker Zeitung am 08.08.17

Bild: Die Künstler vom Konzert, von links: Camilla Bull, Kristina Scherer, Denette Whitter, Ina Lubrich, Kerstin Nordeck, Nedialko Peev, Bridgette Brothers, Tyrone Chambers, Karin B. Friedli, Nataliia Ulasevych, Melanie Zerba Raabe, Aleksandrina Semerdzhieva und Agnes Konnerth.

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Bild: Johann Dechant

Gewitter zwang zum Umzug vom Schlosshof in den Roten Saal
Wunderschöne Arien von internationalen Künstlern

Einen besonderen Opernabend präsentierten die Sängerinnen und Sänger der Opernakademie Henfenfeld. Im Schlosshof fanden sich sehr viele Gäste ein, um Lieder aus Oper und Operette zu genießen. International waren die Künstler, neben Deutschland waren die Schweiz, Spanien, Bulgarien, Großbritannien und die USA vertreten. Denette Whitter zeigte sich als dezente Begleiterin am Klavier.

Feurig war schon der Auftakt, das Trinklied „Libiamo“ aus La Traviata. Tyrone Chambers und Bridgette Brothers sangen das Duett, als Chor wirkten alle anderen Akteure mit.

Sehr eingängige Lieder stimmte Nedialko Peev an, seine Serenata von Francesco Tosti begeisterte das Publikum.

Die Arie der Julietta „Oh quanto volte“ aus Bellinis „I Capuletti e i Montecchi“, ein Lied voller Verzweiflung setzte Kristina Scherer mit feinem Sopran ausdrucksvoll in Szene.

Die Sopranistin Karin B. Friedli ist Dauergast auf Schloss Henfenfeld. Für ihr „Io son l’umile ancella“ erntete sie Bravo-Rufe für kraftvollen Gesang mit feinem Timbre.

Diesen Auftritt wird die Mezzosopranistin Camilla Bull sicherlich nicht so schnell vergessen: Bei der Arie „Nacqui all’affano“ aus La Cenerentola spielen Blitz und Donner eine Rolle. Prompt öffnete Petrus seine Schleusen und sorgte genau für die gleiche Stimmung . Daher musste das Publikum in den Roten Saal flüchten. Dort zeigte Bull nochmals herrliche Koloraturen und wurde mit tosendem Beifall und Bravo-Rufen belohnt.

An Mozart kommt kein klassisch ausgebildeter Sänger vorbei. Mit der Arie der Susanna „Deh vieni, non tardar“ aus „Le nozze di Figaro“ betörte die junge Sängerin Agnes Konnerth das Publikum.

Eine zierliche Sängerin mit einer gigantischen Stimme ist Nataliia Ulasevych. Die Konzertarie „Popoli di Tessalia!“ gilt als höchstgeschriebene Arie für Sopran. Zweimal muss hier das dreigestrichene „g“ erreicht werden. Für die Sängerin war dies eine Herausforderung, die sie mit Bravour meisterte, tosender Beifall und Bravorufe waren daraufhin voll berechtigt.

Bei der Arie der Pamina „Ach, ich fühl’s“ aus der Zauberflöte zeigte Aleksandrina Semerdzhieva viel Gefühl. Ihr schmerzerfüllter Gesang ging tief unter die Haut.

Welche Aufmerksamkeiten Frauen erwarten, stellte Bridgette Brothers bei „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“ aus Mozarts „Entführung aus dem Serail“ vor. Ein liebreizender Auftritt fand fiel Gefallen beim Publikum.

Sehr kokett und energisch verkörperte Ina Lubrich „Frau Fluth“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“. Für ihre Liebesarie „Nun eilt herbei“ bekam die Sopranistin Bravorufe.

„Leise, leise fromme Weise“ aus dem „Freischütz“ war ein Lied, das vollendet von Kerstin Nordeck vorgetragen wurde. In der Rolle der Agatha begeisterte sie mit temporeichem Gesang, ihre Mimik allein sprach Bände.

Einen kraftvollen Sopran zeigte Melanie Zerpa Raabe bei „Cancion Andaluza“ mit Klängen aus ihrer spanischen Heimat. Eine faszinierende Gestik rundete den Vortrag ab.

Es ist das Liebeslied schlechthin, Tyrone Chambers hatte einen fantastischen Auftritt, als er „Dein ist mein ganzes Herz“ von Franz Lehar sang. Das Publikum wusste dies zu würdigen.

Nachdem Nataliia Ulasevych als Adele aus „Die Fledermaus“ ihre Vorzüge dem Marquis Renard angepriesen hatte gab es ein großes Finale. „Im Feuerstrom der Reben“ huldigte das ganze Ensemble dem Champagner. Langanhaltender Beifall bildete den Abschluss für ein fabelhaftes Konzert.

Johann Dechant

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