Hersbrucker Zeitung am 09.05.18

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Hersbrucker Zeitung am 09.05.18

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Bild: Johann Dechant

Die „Stars von Morgen“ zeigten ihr Können im Henfenfelder Schloss
Junge Künstler faszinierten das Publikum

Zu einem Benefizkonzert hatte die Opernakademie Henfenfeld und der „Förderverein musikalischer Jugendlicher“ ins Schloss eingeladen.

Akademieleiterin Denette Whitter bezeichnete den Auftritt der jungen Musiker als wichtige Plattform, denn „ohne Publikum kann kein Künstler leben“. Dagmar Groth, die Vorsitzende des Fördervereins stellte die jungen Musikanten vor.

Trompetenklänge sind selten im Roten Saal und auf jeden Fall eine Rarität, wenn ein elfjähriger Ragtime spielt. Vincent Spaeth hat trotz des ungewöhnlichen Alters als Trompeter schon viele Preise gewonnen. Noch eine Besonderheit: Am Klavier saß der Komponist des Stückes Heinrich Hartl selbst.

Die zwölfjährige Esther Razpet spielte mit ihrer Violine – ohne Notenblatt – ein Allegro von Oskar Rieding. Konsequentes Spiel mit sauberem Strich zeigte ein erstaunlich hohes Niveau.

Eric und Robin Engel sind Zwillinge, 17 Jahre alt und haben sich dem Gitarrenspiel gewidmet. Eric ist bereits Sieger des Landeswettbewerbes „Jugend musiziert“. Er präsentierte Stücke aus seinem Repertoire für den Bundeswettbewerb, darunter das Präludium in D-Dur von Johann Sebastian Bach. Für sein Spiel erntete er Bravo-Rufe. Auch sein Zwillingsbruder Robin beeindruckte mit filigranem Spiel ohne Notenblatt. Besonders hörenswert war die „Fantasia sobre La Traviata de Verdi“.

Feine Barockklänge von Bach brachte die 16-jährige Anik Bode zu Gehör. Bereits vor fünf Jahren debütierte sie im Schloss mit dem Cello. Ihre Darbietung aus der Solosuite Nr. 1 G-Dur war virtuos. Satte Klänge führten in schnarrende Tiefen, die schnörkeligen Passagen wurden beeindruckend gemeistert.

Als ein perfekt aufeinander abgestimmtes Duett präsentierten sich die zwölfjährige Eva Antonia Hofmann mit dem Cello und die 14-jährige Cosima Fischer von Mollard am Flügel. Ihr Fantasiestück in a-Moll op. 73 von Robert Schumann war einfach wunderschön. Die „Dragonesque“ entpuppte sich als typisches Wettbewerbsstück mit höchsten Ansprüchen. Hier zeigte die Cellistin, was mit ihrem Instrument machbar ist. Die Pianistin hat mittlerweile ein Niveau erreicht, vor dem man den Hut ziehen muss.

Mehr oder weniger „außer Konkurrenz“ trat als einzige Sängerin die 20-jährige Sopranistin Eva Scheiner auf. Sie steht vor dem Wechsel vom Musical zum klassischen Gesang. Nach einem barocken Liebeslied faszinierte sie das Publikum in der Rolle des Sandmanns aus Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“.

Zweifellos ein Höhepunkt war der Auftritt der Brüder Daniel und Calvin Diao, 15 und 16 Jahre alt. Sie zeigten virtuoses vierhändiges Klavierspiel bei Variationen über ein Thema von Joseph Haydn, von Johannes Brahms komponiert. Auch sie treten beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ an.

Mit tosendem Beifall zollte das Publikum Respekt vor einer Jugend, die sich intensiv der Kunst widmet.

Johann Dechant

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