Hersbrucker Zeitung am 13.04.16

Titel_mit_950-2

 www.henfenfeld.de - Die Internetseite der Gemeinde Henfenfeld


  


 

 

 

 

 

 

 

Hersbrucker Zeitung am 13.04.16

Auf dem Bild von links: Mika Yamamoto, Karina Habuchiya, Prof. Wolfgang Manz, Jonas Neipel und Yuko Takimoto.

(Zum Vergrößern klicken)

Bild: Johann Dechant

Studenten der Klavierklasse Professor Manz in Henfenfeld
Ein Fingertanz auf 88 Tasten

Einen Tanz auf den Tasten mit Charakterstücken aus Romantik und klassischer Moderne inszenierten Studenten der Klavierklasse von Professor Wolfgang Manz. Von der Hochschule für Musik in Nürnberg waren sie ins Henfenfelder Schloss gekommen, um dem Publikum anspruchsvolle Werke zu präsentieren.

Prof. Manz stellte die jungen Künstler sowie die Werke vor. Anlässlich des 100. Todestages von Max Reger spielte der Erlanger Pianist Jonas Neipel vier Sätze aus den Charakterstücken op. 32. Wuchtige Klänge durchfluteten bei der „Improvisation“ den Roten Saal, beim anschließenden „Capriccio“ wirbelten die Finger tänzerisch über die Klaviatur. Das Publikum war tief beeindruckt, mit welch wallender Dynamik und Präzision die Stakkati des Werkes hörbar wurden.

Die Pianistin Karina Habuchiya stammt aus der Ukraine, schon vor drei Jahren zeigte sie in Henfenfeld ihr Können. Ihre Darbietung war quasi die Generalprobe für ihre Masterprüfung. Wunderschöne Läufe spielte sie bei der Kreisleriana op. 16 von Robert Schumann. Drei Auszüge aus „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew verkörperten die unterschiedlichen Charaktere. Während „Julia als Mädchen“ frisch und lebendig in Szene gesetzt wurde, hörte das Publikum bei „Mercutio“ energische und rasante Klänge. Unglaublich zärtlich und melancholisch wirkte „Romeo und Julia nehmen Abschied“.

Die Japanerinen Yuko Takimoto und Mika Yamamoto bereiten sich ebenfalls auf die Masterprüfung vor.

Takimoto spielte von Johannes Brahms „Variationen zum op. 9“ von Robert Schumann. Das Publikum erlebte einen höchst besinnlichen Musikgenuss, typische Romantik mit allen Raffinessen. Auch optisch beeindruckte die Pianistin, ihre Bewegungsabläufe waren sehenswert, ihr Spiel virtuos.

Mika Yamamoto präsentierte Robert Schumanns „Carnaval“ op. 9. In diesem Werk hatte der Komponist viele Botschaften verschlüsselt. Nach einem fulminanten Auftakt folgte temporeiches Spiel. Souverän meisterte die Pianistin das höchst anspruchsvolle Werk und begeisterte die Zuhörer. Nach rund zwei Stunden Konzert spendierte das Publikum tosenden Applaus. Von der Schlossherrin Denette Whitter gab es als Dank eine Rose für eine Darbietung, die eines war: Spitzenklasse!

Johann Dechant

zurück

 

Linie_Unten

Impressum: © Gemeinde Henfenfeld 2016 - Alle Rechte vorbehalten - Informationen zu unserer Werbung & Nutzungsbedingungen

Linie_Unten