Hersbrucker Zeitung am 13.06.18

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Hersbrucker Zeitung am 13.06.18

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Bild: Johann Dechant

Ein Opern- und Operettenabend mit internationalen Künstlern
„Vorhang auf“ wieder ein voller Erfolg

Künstler brauchen Auftritte und vor allem Publikum. Dieses kam in Massen zum Konzert „Vorhang auf“ ins Henfenfelder Schloss. 14 Künstler aus vielen Ländern präsentierten ein vielseitiges Programm. Denette Whitter sorgte für eine anspruchsvolle Klavierbegleitung.

Mozartarien sind ein Muss für eine klassische Gesangsausbildung, das Publikum bekam eine reichhaltige Auswahl. Zum Auftakt zeigte sich Franziska Zwinck als Elisa aus „Der Hirtenkönig“. Jugendlich frisch schwebte ihr Sopran in die Höhen, der Koloraturgesang begeisterte die Zuhörer.

Eine hohe Messlatte für diese Gesangsform ist die Arie der „Königin der Nacht“ aus der „Zauberflöte“. Ann-Kathrin Meyler sang „Der Hölle Rache“ mit kraftvollen Sopran, ihre Mimik zeigte authentisch die enttäuschte Mutter.

Fragil wirkt dagegen die Arie der Konstanze aus „Die Entführung aus dem Serail“. Kristina Scherer zeigte hier ausdrucksvolles Schauspiel mit wunderschönem Gesang – einfach herrlich!

Als resolute Fiordiligi trat Johanna Zimmermann auf. Kraftvoller Gesang und eine ausdrucksvolle Mimik waren Zutaten für eine virtuose Darbietung.

Die Arie der Musetta aus Puccinis „La Bohème“ sang die Chinesin Leiqiao Li. Für ihren warmen, aber leidenschaftlichen Gesang gab es viel Beifall.

Zierlich wirkt die Japanerin Ayaka Shiba. Ihr Gesang war gewaltig, bei der Arie der Linda aus Donizettis „Linda di Chamounix“. Ihr feiner, glockenklarer Sopran brachte der Sängerin Bravo-Rufe ein.

Danielle Cimpean erschien im passenden Outfit, als sie die Puppe Olympia aus Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ darstellte. Bravourös meisterte sie die zahlreichen Koloraturen, zeigte dazu herrliches Schauspiel. Besondere Heiterkeit riefen die „Aufziehaktionen“ er erschlafften Puppe hervor.

Als Knappe Georg trat der Chinese Dongyang Zhang auf. Wohltönend und fein artikuliert sang er die Arie „Man wird ja einmal nur geboren“ aus Albert Lortzings „Der Waffenschmied“.

Bewaffnet mit einem Gewehr kam Robert Gregor Kühn in den Saal. Ausdrucksvoll und dramatisch sang er als Jägerbursche Max „Nein! Länger trag ich nicht die Qualen“ aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Das Publikum belohnte den virtuosen Auftritt mit Bravo-Rufen.

Nataliia Ulasevych und Yeeun Kim sorgten für ein besonders Flair, als sie im Duett das berühmte Blumenlied „Dome epais“ aus Lakme von Leo Delibes anstimmten.

Ein richtiger Gag war der Auftritt von Elisabeth Margraf und Guido Drell. Bei „Hello, Where are you my darling?“ weiß der Liebhaber keinen anderen Rat, als die dauernd telefonierende Geliebte wegzutragen. Dafür gab es viel Gelächter im Publikum.

Als Solosängerin zeigte Nataliia Ulasevych ihr Können mit langen a-capella-Strecken bei „Où va le jeune Indoue“. Die zierliche Ukrainerin hat schon mit vielen Auftritten das Henfenfelder Publikum begeistert.

Sehr ausdrucksvoll zeigte sich die Südkoreanerin Yeeun Kim bei der Arie der Isabella, als mit mit feiner Gestik hinterlegt „Cruda sorte“ aus Rossinis „L’italiana in Algier“ das Publikum in ihren Bann zog.

Im „Operettenblock“ zeigten Leiqiao Li als Annina und der Chinese Yichi Xu als Caramello ein berührendes Duett im Dreivierteltakt, das „Rondinella“ aus „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss.

Viel Eindruck hinterließ Guido Drell, besonders bei den Damen, als er betörend „Es war einmal“ aus „Im Reiche des Indra“ von Paul Lincke sang.

Herrliches Schauspiel und auch ihre Tanzkunst zeigte Elisabeth Margraf, als sie die „armen Primadonnen“ aus Millöckers „Der arme Jonathan“ aufführte. Mit ihrer Mimik und manchmal gewolltem schrägen Gesang begeisterte sie das Publikum.

Nach zweieinhalb Stunden Konzert gab es für alle Akteure tosenden Beifall.

Johann Dechant

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