Hersbrucker Zeitung am 16.08.16

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Hersbrucker Zeitung am 16.08.16

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Bild: Johann Dechant

Die Barockzeit kehrte zurück ins Schloss Henfenfeld
Feine Klänge von Bach und Händel

Einen Zeitsprung zurück in die Zeit des Barock vollzogen Denette Whitter und Siddique Eggenberger beim Konzert „Ombra mai fu“. Werke von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach bildeten die Basis der Aufführung.

Es gilt als sicher, dass die Pfinzings das Henfenfelder Schloss für solche Konzerte nutzten, denn besonders Johann Sigmund Pfinzing war ein Förderer von Komponisten dieser Ära.

Im vollbesetzten Schlosshof traten Denette Whitter und der Tenor Siddique Eggenberger stilgerecht bekleidet auf. Schon beim Auftaktlied „Dank sei dir, Herr“ von Georg Friedrich Händel beeindruckte Eggenberger das Publikum. Für Cembalo-Klänge sorgte Whitter.

Johann Sebastian Bach wurde 1785, im gleichen Jahr wie Händel geboren, beide zählen zu den prägendsten Komponisten des Barock.

Diese typisch verschnörkelte Musik war deutlich bei Liedern zu hören, die Bach in „Schemelli’s Musicalischem Gesangbuch“ einbrachte.

Ein Schüler von Bach war Johann Ludwig Krebs (1713-1780), der nachweislich von Pfinzing unterstützt wurde. Von diesem stammten drei feine Instrumentalstücke, mit denen Whitter die Zuhörer in ihren Bann zog.

Ein Lob auf die Natur stellt das berühmte Largo aus Händels „Xerxes“ dar, mit dem bekannten „Ombra mai fu“ beeindruckte Eggenberger das Publikum mit feinem Gesang.

Im nahen Berching wurde Christoph Willibald Gluck 1714 geboren. Auch er gilt als Vertreter der Barockmusik. Von diesem sang der Tenor dramatische Lieder, hinter „Che farò senza Euridice“ steht die tragische Geschichte von Orpheus, der seine Eurydike im Hades endgültig verlor.

Der zweite Teil des Konzertes war geprägt von anspruchsvollen Kantaten für Tenor, mit denen Bach früher die Gottesdienste bereicherte. Mit Liedern aus Händel-Opern zeigte Eggenberger seine Kunst, vor allem gefiel „Lascia ch’io pianga“ aus „Rinaldo“, die in Tenorlage transponiert wurde – zu Händels Zeiten gab es dafür Kastraten, die in Frauenlagen sangen.

Mit Bravorufen und tosendem Beifall wurde eine Zugabe gefordert.

Johann Dechant

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