Hersbrucker Zeitung am 18.04.16

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Hersbrucker Zeitung am 18.04.16

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Bild: Johann Dechant

Mittelalterspektakel auf Schloss Henfenfeld zog viele Besucher an
Berstende Lanzen am Mittelaltermarkt

HENFENFELD – Eingangs war das Wetter mau, doch dann strömten die Besucher zum Henfenfelder Schloss, um mittelalterliches Flair zu erleben. Neben Gauklern und alter Musik begeisterte vor allem das Ritterturnier die Gäste, von denen viele selbst mittelalterlich gewandet waren.

Es gibt wohl kaum eine passendere Kulisse für einen Mittelaltermarkt als ein Schloss. Dieses Jahr waren deutlich mehr Akteure als im Vorjahr nach Henfenfeld gekommen, mit ihnen zog erneut das Mittelalter ein.

Lupus der Meistergaukler der Könige verwendete bei seinem Auftritt die Sprache des Mittelalters. Bei seiner Jonglage flogen Bälle, Schwerter und Fackeln durch die Luft. Mit flotten Sprüchen und einer beeindruckenden Mimik sorgte er für viel Heiterkeit. Er selbst bezeichnet sich als Gaukler von ganzem Herzen und das schon seit 17 Jahren. An 35 Wochenenden im Jahr, von März bis September, ist der Profi unterwegs, hat Auftritte in ganz Deutschland. Selbst im Winter ist er auf Weihnachtsmärkten anzutreffen.

Ein besonderer Magnet für die Kinder war das Puppentheater „Fadenreych“. Mit einer Aida-Fanfare wurde auf das Puppenspiel aufmerksam gemacht. Begeistert nahmen die Gäste die spannende Geschichte vom Ritter Parzival und seinem Pferd Kunigunde auf.

Optisch und akustisch war der Auftritt der Gruppe Feuer-Dorn ein Highlight. Mit Pfeifen, Trommeln und Dudelsäcken spielten sie auf und waren weit über das ganze Schlossareal zu hören.

Absoluter Höhepunkt war das Ritterturnier, an dem sich drei Ritter und ein „Schurke“ beteiligten. Die Akteure zeigten hohe Kunst zu Pferd, als beispielsweise ein Becher in vollem Galopp von Hand aufgenommen wurde. Von Runde zu Runde steigerte sich der Schwierigkeitsgrad beim Ringestechen. Mit einem Speer wurde schließlich eine Wildschweinattrappe vom Pferd aus erlegt. Höhepunkt war der Kampf Mann gegen Mann, hoch zu Ross. Krachend barsten die Lanzen an den Schilden der Gegner, erst ein finaler Schwertkampf führte zur Ermittlung des Siegers.

Der siebenjährigen Anna aus Gersdorf gefiel am besten, dass der „gute“ grüne Ritter Wallace gesiegt hat. Toll fand sie besonders das Puppentheater, nur das Wetter fand sie nicht so schön.

Ein antikes Karussell, mit Muskelkraft angetrieben, fand daher wenig Zuspruch. An den stilecht eingerichteten Ständen gab es viele Angebote. Speis und Trank wurden mit mittelalterlichen Bezeichnungen verkauft und fanden reißenden Absatz. Auch die Händler mit mittelalterlichen Devotionalien konnten zufrieden sein. Der Gang über das Areal vermittelte einen Einblick in die frühere Handwerkerkunst. Mit einem riesigen Blasebalg arbeitete ein Schmied, ein Steinmetz stellte Kunstwerke her. Die Besucher konnten sehen, wie früher Seile hergestellt wurden oder wie ein Drechsler mit Muskelkraft die Drehbank betätigte.

Seine Geschicklichkeit konnte das Publikum beim Bogenschießen testen, sei es beim Schuss auf die Scheibe oder auf Tierattrappen.

Die Schlossherrin Denette Whitter bot passend zum Programm Führungen durch die alten Gemäuer, die sonst unzugänglich sind.

Johann Dechant

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