Hersbrucker Zeitung am 29.12.17

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Hersbrucker Zeitung am 29.12.17

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Bild: Johann Dechant

Klavierkonzert mit Denette Whitter auf Schloss Henfenfeld
Weihnachtslieder – mal nicht aufdringlich

Weihnachtstrubel war das Klavierkonzert „Stille Nacht“ gedacht. Am Vortag zum Heiligen Abend wurde auf Schloss Henfenfeld Weihnachtsmusik gespielt, allerdings in einer Form, die sich von der üblichen Dauerberieselung abhob. Denette Whitter stellte ein Soloprogramm zusammen, das einen Bogen von barocken bis zu modernen Weisen spannte.

Einen prächtigen Auftakt bildete das Choralvorspiel „In dulci jubilo“ von Johann Sebastian Bach. Der Organist Johann Ludwig Krebs war nicht nur ein Schüler von Bach, es gab auch eine nachweisbare Verbindung zu Sigismund Pfinzing, seinerzeit Schlossherr in Henfenfeld. Von Krebs spielte Denette Whitter eine Bearbeitung von Martin Luthers „Vom Himmel hoch, da komm ich her“.

Ursprünglich war „Ah, vous dirai-je, Maman“ ein französisches Kinderlied. Bei uns wurde es bekannt als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Das Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart komponierte zwölf Variationen daraus, die Denette Whitter virtuos vorstellte. Die Besucher erlebten Klavierspiel von höchster Präzision, von zart bis opulent, dazu auch eine Version – völlig ungewohnt für ein Weihnachtslied – in moll.

Von Georg Friedrich Händel stammt „Tochter Zion, freue dich“. Ludwig van Beethoven nahm sich dessen an, indem er Variationen für Cello und Klavier bearbeitete. Bei den vorgetragenen Stücken war die Handschrift des Komponisten deutlich hörbar.

Einen Jahreszyklus komponierte Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Die Pianistin spielte daraus „Dezember“. Viele russische Impressionen taten sich dem Publikum auf, darunter auch Klänge, die an Tschaikowskis Ballettstücke erinnerten.

Bei der „Russischen Schlittenpost“ von Johann Nepomuk Hummel durften Peitschenknall und Schellenklimpern nicht fehlen, daher bekam Denette Whitter hier Unterstützung von Tyrone Chambers.

Im zweiten Teil des Programms kamen moderne Werke zu Gehör. Amerikanische Pianisten bearbeiteten alte Hymnen wie „O come , o come, Emmanuel“ die Whitter zu einem Klangerlebnis werden ließ. Die Varianten von „Let it snow“ und „Jingle bells“ begeisterten die Zuhörer, bei „The little Drummer Boy“ summten die Gäste mit. „Let there be Peace on Earth“ war für die Vollblutpianistin nicht nur ein Klavierstück, sondern auch ein Herzenswunsch mit dem „Harmonie auf Erde geschaffen werden solle“. Nach langem Beifall gab Whitter eine besondere Zugabe, dabei leitete sie „Stille Nacht“ auf dem Flügel mit nachempfundenem Glockenspiel ein und verzauberte mit wunderschönen Klängen das Finale.

Johann Dechant

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